Familienbande
Ich kann von mir selbst nicht gerade behaupten, dass ich ein Familienmensch bin. Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass ich keine Pflichttermine oder Aufgaben innerhalb meiner Familie habe. Ein Telefonat hier und mal ein paar Wortwechsel per Instant Messenger da... das wars schon. Man muss dazu sagen, dass meine Familie nicht besonders groß ist. Generell handelt es sich da um etwa 6 Personen, von denen 3 noch nicht mal volljährig sind.Irgendwie war das mit dem geringen Kontakt schon immer so. Dabei mag ich meine Familie. Warum schafft man es nicht, jenen Menschen, die einem ansich sehr Nahe stehen, mehr Zeit einzuräumen? Manchmal denke ich etwas in die Zukunft und frage mich, was wohl wäre, wenn manche nahestehenden Personen nicht mehr da wären.
Inspiriert werde ich da oft durch die Situation einer guten Freundin, die leider vor einiger Zeit ihren Vater verloren hat. Als wir dieses Thema ein oder zweimal leicht anschnitten, merkte man schnell, wie es ihr nahe ging. Sie hätte gerne noch vieles mit ihm zusammen erlebt oder auch vieles gerne zu ihm gesagt. Das sollte uns allen zu denken geben.
Unsere Zeit auf Erden ist begrenzt. Und auch die Menschen um uns werden nicht ewig da sein. Natürlich bringt es nichts, ständig über einen möglichen Verlust eines geliebten Menschen nachzudenken. Aber von Zeit zu Zeit sollten wir uns darüber klar werden, dass wir viele Stunden mit Nichtstun vergeuden, obwohl wir in dieser Zeit mit Menschen zusammen sein könnten, die uns viel bedeuten. Ein kleiner Plausch, vielleicht eine Runde Karten spielen oder mal gemeinsam irgendwo Mittagessen gehen... sowas macht viel aus und tut uns selbst sicherlich auch gut.
Zumindest sind wir eines Tages dankbar dafür, dass wir vieles mit dieser Person erleben konnten und denken gerne daran zurück. Familie und Freunde... ein vergängliches Geschenk, was wir vielleicht öfter würdigen sollten.
In diesem Sinne... ich muss mal telefonieren!
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