Menschen aus Glas

Veröffentlicht auf von Mordu

google_logo.jpgAnsich mag ich den Fortschritt. Ich liebe alle neue technischen Spielereien und freue mich immer wieder über neue Errungenschaften der Menschheit in Sachen Technologie. Doch es gibt Entwicklungen, da bin ich mir nicht so sicher, ob man sie wirklich begrüßen sollte.

Nehmen wir zum Beispiel den Informations-Giganten Google. Keine Firma weiß mehr über mich als diese monströse Suchmaschine. Egal nach was ich jemals gesucht habe, Google könnte jeden einzelnen Suchbegriff auf einer langen Liste präsentieren. Und seit Google Earth Satellitenbilder von meinem Haus hat, weiß es sogar noch mehr. Ansich keine große Sache, wären da nicht die neuen Projekte Google Street View und Google TV.

Google Street View erlaubt jedem Nutzer, einen virtuellen Spaziergang durch die Strassen zu tätigen, ohne das eigene Haus zu verlassen. Das klingt in erster Linie harmlos, birgt aber meiner Meinung nach sehr viele Gefahren in sich. Ein jeder kann sich meine Gegend vor dem Haus genau anschauen und studieren. Er kennt jede Nische und jede Ecke, die von der Strasse schlecht einzusehen ist. In Verbindung mit Google Earth ein mächtiges Werkzeug.

Und dann ist da noch Google TV, was ab 2011 starten wird. Dabei sollen Fernsehsender, Bezahlvideos und Youtube-Videoclips über einen Internetbrowser im Fernseher angesehen werden. Damit die Google-Dienste jedoch ihren vollen Nutzen entfalten, müssen die Anwender mehr oder weniger Informationen von sich preisgeben. Bedeutet: Google bekommt noch mehr Infos über mich.

Generell sollte mich das nicht beunruhigen. Schliesslich geht es hier nur um den Fortschritt. Jedoch wird es wohl bald nichts mehr geben, was man nicht über mich in Erfahrung bringen könnte. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob ich mich darüber freuen soll. Denn irgendwie wollen Google, die Communities und die Regierung immer nur das eine von mir: Informationen.

In diesem Sinne... der gläserne Bürger kommt!

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Veröffentlicht in Umwelt

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