Eingeschaltet
Kann es sein, dass unser Fernsehprogramm immer schlechter wird? Ich gehöre schon lange nicht mehr zu den regelmäßigen Nutzern eines TV-Gerätes. Morgens die Nachrichten und am Wochenende mal die ein oder andere Sitcom - das war es schon. Doch nun hatte ich Urlaub und damit mehr als einmal Gelegenheit, unsere derzeitigen Fernsehformate mal unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis war erschreckend.
Ich habe bei meinen umfangreichen Recherchen einen neuen Feind entdeckt: Fake-Reportagen im Mittagsprogramm! Damit gemeint sind diese Möchtegern-Reportagen über Problem-Familien oder anderen sozial-benachteiligten Menschen, die fürs Fernsehen nur gespielt werden - und dazu auch noch schlecht. Wer bitteschön schaut sich denn so einen Krampf an und fühlt sich dabei unterhalten?
Was da teilweise für einen Blödsinn verzapft wird, empfinde ich persönlich als eine Beleidigung meiner Intelligenz. Was mich aber noch mehr erschreckt ist die Tatsache, dass es anscheinend Menschen geben muss, die sich diesen verbalen Durchfall auch noch mit Begeisterung antun. Wäre es anders, würde die Sendung ja wohl kaum noch ausgestrahlt werden.
Aber die aktuellen Talk-Shows sind auch nicht gerade besser. Ich frage mich wirklich, ob die Zuschauer diesen Müll nur schauen, um sich darüber zu belustigen, wie sich andere zum Affen machen. Was auch immer ihre Beweggründe dafür sind, mein Geschmack ist es jedenfalls nicht. Ich bin ganz froh, dass ich nicht gezwungen bin, mir täglich unsere Fernsehprogramme anzutun. Da bleibe ich doch lieber bei meinen Nachrichten & Sitcoms und verzichte weiterhin zum größten Teil auf Kallwass & Co. Zum Glück ist mein Urlaub nun vorbei und damit auch meine Chance, mich dem Fernseher zu ergeben.
In diesem Sinne... auch mal abschalten!