Im Reich der Tiere

Veröffentlicht auf von Mordu

orig die gesichter der berliner zoos-031Er lief über den heißen Sand und schaute mit großen Augen in die Menschenmenge. Sein Blick schien sich auf mich zu richten als er in den Sand griff und diesen sich fröhlich auf den Rücken warf. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er zu grinsen begann, was allerdings wohl eher eine optische Täuschung war. Denn soweit ich weiß, können Elefanten gar nicht grinsen.

Ich mag Zoos. Ich war schon in sehr vielen verschiedenen Tiergärten oder Zoos um mich an den dort lebenden Bewohnern zu erfreuen. Erst kürzlich stattete ich mit meiner Freundin dem Berliner Zoo einen Besuch ab. Es ist immer wieder ein Erlebnis, vorallem wenn meine Freundin dabei ist. Würde es nach ihr gehen, hätten wir zuhause schon lange unseren eigenen Zoo. Unsere 3-Zimmer-Wohnung hätte ich schon vor Jahren gegen mehrere Scheunen oder Gehege eintauschen müssen, um Ihre Wunsch-Mitbewohner bei uns unterzubringen.

Allen voran gäbe es da die Ente, was noch unkompliziert klingt. Als Zweiter wäre der Esel dran, dicht gefolgt von einem ausgewachsenen Elefanten mitsamt Baby-Elefant. Ich schätze, spätestens jetzt erkennt jeder das Problem.  Mal ganz abgesehen von den anderen Wunschkandidaten wie Ziegen, Schnabeltieren, Ottern, Äffchen, Erdferkeln, Reihern, Schildkröten, Pinguinen, Nasenbären und Erdmännchen, halte ich es für sehr schwierig, einen Elefanten stubenrein zu bekommen.

Also laufen unsere Zoo-Besuche immer nach dem gleichen Schema ab: Frau sieht Tier - Frau will Tier - Ich rede es Frau aus. Manchmal ein echt anstrengendes Unterfangen, aber auch immer wieder amüsant. Ihre regelmäßigen Versuche einen Esel "ganz heimlich" mitgehen zu lassen, scheitern auch meist an der Dickköpfigkeit des Esels. Wie gut, dass es noch Tiere gibt, auf die man sich verlassen kann.

In diesem Sinne... habt ein Herz für Tiere!

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