Alte Freunde, längst entschwunden

Veröffentlicht auf von Mordu

http://www.welt.de/multimedia/archive/1176906592000/00219/Freunde1_DW_WebWelt_219174g.jpgEs ist sehr merkwürdig. Wenn ich mir meine Freundeslisten in so manchem Sozialen Netzwerk betrachte, in dem ich vertreten bin, dann sehe ich eine sehr hohe Anzahl von Menschen, die ich kenne und mit denen ich auch gelegentlich schreibe. Doch kann man das wirklich als Freundschaft ansehen?

In diesen Listen gibt es viele Personen, die ich sehr schätze und die mir auch oft fehlen. Das traurige daran ist wohl, dass sie davon nicht die geringste Ahnung haben. Im Laufe der Jahre habe ich verdammt viele interessante Persönlichkeiten  kennengelernt und viele davon sind mir in guter Erinnerung geblieben, obwohl so manches erneutes Treffen bisher ausblieb. Da frage ich mich doch schon mal gerne, ob es auch anderen so ergeht, nur eben umgekehrt?

Gibt es da draussen wirklich jemanden, der sich gerne an mich zurückerinnert und dem ich in manchen Situationen vielleicht sogar fehle? Ansich wäre es für mich ja einfach, die besagten Personen anzuschreiben, schliesslich ist das ja der Sinn und Zweck einer solchen Community. Man soll in Kontakt bleiben.

Ich habe das früher sogar schon einige Male getan, nur hatte ich dann immer das Gefühl, dass mein Gegenüber nun überhaupt nicht verstand, warum ich mich ausgerechnet jetzt melde. Ganz schlimm ist es bei Personen, mit denen man einst sein Bett und sein Leben geteilt hat. Da fällt mir immer wieder auf, dass die Gespräche irgendwie verkrampft stattfinden, obwohl man sich "im Guten" getrennt hatte.

Doch warum ist das so? Ist es so ungewöhnlich, dass man sich gelegentlich mal mit Menschen unterhält, für die man früher mehr als nur Freundschaft empfunden hat? Immerhin war doch mal eine tiefere Sympathie vorhanden. Man hat vieles gemeinsam erlebt und ist gegenseitig zu einem Teil des anderen Lebens geworden. Um Ehrlich zu sein verstehe ich so manche Verhaltensmuster nicht, die da an den Tag gelegt werden.

Ok, dass der neue Partner nicht begeistert ist, wenn der/die Ex sich meldet, kann ich gut verstehen. Das drehte selbst mir immer den Magen um, wenn ich das erlebte. Das liegt allerdings eher an den schlechten Erfahrungen, die ich damit einst machen musste und nicht daran, dass es in meinen Augen unnatürlich ist.

Ich persönlich finde es sehr schade, dass ich mit vielen Menschen, die ich eigentlich sehr mochte oder besser gesagt, immer noch mag, keinen richtigen Kontakt mehr habe. Freundschaft ist etwas sehr wertvolles, man muss sie pflegen  um sie am Leben zu erhalten. Mir ist sehr wohl bewusst, dass dies nicht immer einfach ist, aber zumindest sollte man es versuchen. Und eine gescheiterte Partnerschaft bedeutet nicht zwangsläufig, dass man sich den Rest des eigenen Lebens aus dem Weg gehen muss - solange wie oben bereits erwähnt kein tieferer Grund dafür existiert. Im Zeitalter von Internet und sozialen Plattformen sollte es ein leichtes sein, sich hin und wieder ein "Hallo" zu schreiben.

Mich persönlich würde es brennend interessieren, ob es meinen Freundschaftslisten-Bewohner ähnlich geht wie mir. Doch ich vermute mal, das ich das wohl nie erfahren werde.

In diesem Sinne...ein Freund ist jemand, der kommt, wenn andere gehen!
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A
<br /> Mir geht es dabei ähnlich und ich kann dir sagen das ich oft an unsere gemeinsame zeit denke. Du warst immer einer der wenigen der mich in jeder situation zum lachen bringen konnte. Ich genoß deine<br /> Freundschaft sehr und bin froh das ich dich heute noch kenne. Das mit dem melden ist immer so eine Sache. Da sind Mann und Kinder und nicht immer schafft man es seine Kontakte zu pflegen. Bleib wie<br /> du bist. Ich bin mir sicher fast jeder der dich gut kennt vermisst auch deine Gesellschaft. Ich hoffe wir sehen bald mal wieder. Liebe Grüße Andrea<br /> <br /> <br />
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